Dienstag, 17. April 2012

Day 72 - England or Africa?

Gerade wurde ich zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass ich schon seit ueber einer Woche nichts geschrieben habe - nun, es passiert eben nicht mehr so viel wenn man Alles mal gesehen hat.

Am Wochenende habe ich mich mit einer Italienerin auf ein Glas Wein getroffen (Cristina und Pinot Grigio) und wir haben uns gegenseitig erzaehlt, was wir so vermissen an unseren jeweiligen Laendern (wir stimmten ueberein bei "Clubs" "Restaurants" und "Cafes" und generelles Stadtleben). Das Wetter hier ist wieder schlechter und die Ausfluege der Schule bieten kaum Neues. Also habe ich mich auf das Fitnesscenter konzentriert und gestern zum Beispiel einen "Boxercise"-Kurs gemacht: im Prinzip ein Zirkeltraining mit 4 Stationen. Die Trainerin hatte eine Stoppuhr und dann hiess es jeweils fuer 2 Minuten: volle Power! (Boxen, Cardiouebungen wie Springen und Mattenuebungen und zum Schluss nochmal 200 Crunches extra). Nach dem Kurs habe ich mir dann noch weitere 45 Minuten Freihantel-Armtraining gegoennt. Und obwohl mich alle  Kursteilnehmer vorgewarnt haben, wie gross mein Muskelkater sein wuerde - im Moment ist es nicht soo schlimm. Ich habe mir allerdings beim Stretchen in der letzten Woche irgendwas angerissen oder ueberdehnt oder so und gehe deshalb heute Abend zu Mauro ins Fitnesscenter (Mauro ist der Kuenstler/Personal Trainer/Osteopath-Italiener). Im Idealfall kann ich heute dann auch noch einen Zumba-Kurs mitmachen (mein erstes Mal) - je nachdem ob ich mein Bein wieder normal bewegen kann oder nicht..

Als ich gestern nach Hause kam, kam mein Gastvater zu mir und bat mich doch bitte anders zu waschen. Das Waschprogramm wuerde zu viel Wasser kosten und England sei sei gestern eine offizielle Duerre-Region. Tatsaechlich berichten englische Medien im Moment dass die Wasserbetriebe Bedenken geaeussert haetten - die letzten beiden Winter waren wohl deutlich zu trocken weshalb der Sommer nun nicht mehr einfach so problemlos bestritten werden koenne, sollte er sehr trocken werden. Wer haette das gedacht - auf der Regeninsel in einer Duerreperiode..

Dienstag, 10. April 2012

Day 65 - The Fourth Day of Easter (The Garden of Eden)

Vom Ostermontag gibt es nun endlich wieder was zu Berichten: einen Schulausflug.

Schon vor Jahren habe ich von einem Projekt gehoert, dass in Cornwall stattfindet - das "Eden Project".
Das ist im Prinzip aehnlich dem Tropical Island, nur ohne Strand: ein botanischer Garten, in dem Pfanzen angebaut werden, die da eigentlich nichts zu suchen haben. Das Areal besteht aus einem grossen Garten und 2 Gewaechshaesern, die man schlicht besichtigen kann.
Eine Kuppel ist mediterran, die andere tropisch gehalten - inklusive RIESIGEN Palmen und Wasserfall. Besonders gefallen hat mir persoenlich die tropische Kuppel waehrend den anderen das feucht/warme Klima deutlich zu drueckend war. Nun ja. Eine grosse Attraktion ist es dann wohl doch eher fuer Kinder, fuer die an jeder Ecke Experimente und Spiele aufgebaut sind. Als Erwachsener geht man dann doch eher einfach nur durch und staunt. Leider hatten wir gestern das bisher allerschlechteste Wetter meines gesamten Aufenthalts, so dass wir den ebenfalls gestalteten Aussenbereich nur im Vorbeihetzen aus dem Augenwinkel gesehen haben und waren dann auch nach 3 Stunden durch, aber ich bin froh endlich da gewesen zu sein.

So endet also Ostern 2012 - meine Gasteltern hatten viele Gaeste und jeden Abend eine Dinnerparty (zumindest sagten dass die vorbereiteten Speisen und der Champagner in meinem Kuehlschrank (ihrer war voll)), aber keine aufregenden Eiersuchen im Haus. Es war also aeusserst ruhig. Wie war es bei Euch??

Viele Gruesse,
Kristin

Montag, 9. April 2012

Day 64 - The Third Day of Easter



Die goldenen Osterfeuer glühen,
Der Frühling kam in die Welt hinein,
Ich sehe deine Wangen glühen
In unserer Feuer rotem Schein.


Zwei Feuer nebeneinander flammen,

Wir haben lächelnd die Glut entfacht,
Die roten Flammen schlagen zusammen
Und lodern vereinigt in die Nacht.



Es lodern und leuchten und zittern und sprühen

Zwei Flammen heiß in die Nacht hinein,
Und unsere Wangen flammen und glühen
Von unserer Liebe Widerschein.


Hermann Löns

Samstag, 7. April 2012

Day 63 - The (inofficial) Second Day of Easter




Unterm Baum im grünen Gras


Unterm Baum im grünen Gras

Sitzt ein kleiner Osterhas'!

Putzt den Bart und spitzt das Ohr,

Macht ein Männchen, guckt hervor.

Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist's? Ein Osterei!


Auf dem Baum im kahlen Ast

hockt die Amsel und hat Knast.

Sie hat zuerst gesehen den Has'

wie er sass im grünen Gras.

Nun kommt ihr der Spatz zuvor,

klaut das Ei, fliegt durch das Tor,
setzt sich mit dem Ei ins Nest
und brütet es aus fürs Osterfest.



Unterm Baum im grossen Haufen

hört man einen Maulwurf schnaufen:

so ein Mist - verdammte Sauerei -

wo ist jetzt das Osterei?

Das hätt ich gerne in meinen Bau gerollt.
Streckt alle Viere von sich und schmollt,
als es plötzlich von oben macht "Tropf"
und der Hofhund ihm pinkelt auf den Kopf.



Unterm Baum im grünen Gras

schnüffelt jetzt Wölfi einen Has'.

Riecht auch bald das Osterei.

Wem soll er folgen - eins, zwei, drei,

zählt er an seinen Krallen ab
und rennt durch das Gartentor im Trab.
Sieht dort den Spatz in seinem Nest
und bellt bis der Spatz das Osterei fallen lässt.



Im gleichen Moment kommt der Has vorbei

und denkt für sich: das ist doch mein Ei!

Putzt den Bart und spitzt das Ohr,

nimmt das Ei und rennt durch das Tor.

Unter den Baum ins grüne Gras
versteckt das Ei der Osterhas.
Vom Baum herunter macht die Amsel einen Satz
und hat das Osterei gefressen ratzfatz!

Day 62 - The First Day of Easter


Der erste Ostertag 

(von Heinrich Hoffmann)

Fünf Hasen, die saßen
Beisammen dicht,
Es macht ein jeder,
ein traurig Gesicht.

Sie jammern und weinen:
Die Sonn' will nicht scheinen!
Bei so vielem Regen
Wie kann man da legen
Den Kindern das Ei?
O weih, o weih!

Da sagte der König:
So schweigt doch ein wenig!
Laßt Weinen und Sorgen
Wir legen sie morgen!

Freitag, 6. April 2012

Day 61 - No school today

Der Tag beginnt damit, dass mich Ian weckt. Der Arbeitskollege Ian, nicht der Gastvater. Anscheinend hat niemand ihm Bescheid gesagt, dass ich Donnerstags Schule habe und jedenfalls ruft er mich morgens um kurz nach 7 an, wohl um zu fragen wo ich bin. Leider ist der Anruf zu kurz für mich und im Halbschlaf beschließe ich sehr unhöflich, einfach weiterzuschlafen und so muss ich später erst auf mein Handy sehen um festzustellen, dass das kein Traum war.

Mein Fitnesscenter hat einen Pool und für heute habe ich mir vorgenommen, den mal zu versuchen. Eigentlich habe das Andere mir vorgenommen - von allen Seiten und permanent wird mir gesagt wie gut und toll und spaßig das doch ist. Nach also X Wochen überlegen und Überzeugungsarbeit ist es heute soweit. Ich gehe also ins Fitnesscenter, gehe ins Wasser, "paddele" ("schwimmen" möchte ich das nicht nennen) da relativ exakt dreieinhalb Minuten lang rum (da hängt eine sehr große Uhr die ich im Blick habe), steige aus dem Pool, ziehe mich um und gehe nach wieder Hause. Ich mag einfach kein Wasser. Schön, dass mal wieder festgestellt zu haben. 

Dann steht die Schule an. Nach dem Hin und Her der letzten Wochen bin ich heute also darauf eingestellt in der zweiten Stunde nach der Mittagspause ab 14:30 unterhalten zu werden. Unglücklicherweise ist dem nicht so. Als ich um 14:25 Uhr im Sekretariat nachfrage, wo und mit wem ich denn heute das Vergnügen habe, sagt man mir "mit Nic um 12:30. Aha, gut. Das war dann wohl nichts. Gehe ich also erstmal einkaufen - Ostern gibt es hier genau wie in Deutschland. Karfreitag ("Good Friday") und Ostermontag sind frei und so wie es hier bei Morissons aussieht, ist der Laden morgen zu. Osterfeuer gibt es allerdings nicht. Das ist Deutsch. Ich hoffe ihr habt ein wundervolles Osterfest und ein super Feuer, mit Marshmallows, Stockbrot, Wurst, Bier, Süßigkeiten suchen und Allem was dazugehört!! 


Frohe Ostern!

Mittwoch, 4. April 2012

Day 60 - "... not even god!"

Mittwoch Abend ist es schon wieder - mein letzter Post ist also eine Woche lang her. Um ehrlich zu sein, es ist nicht allzuviel passiert.

Am Wochenende habe ich wieder eine Tour mit Friar gemacht, diesmal sollte es (endlich) in den Dartmoor Nationalpark gehen. Die Gruppe bildeten diesesmal 4 Italienerinnen (aus einer anderen Kohorte), Mauro und ich. Während Friar, Mauro und ich "Schnellläufer" sind, waren die Italienerinnen immer hinterher. Am Ender der Kurzwanderung gingen wir in einen 500 Jahre alten Pub(, an dessen Namen ich mich beim besten willen nicht erinnern kann und eine website haben die auch nicht). Dass er so alt war hat man ihm eigentlich gar nicht angesehen - lediglich die Decke war sehr sehr niedrig (1,90m vielleicht?) und das Ganze sehr sehr klein (vllt 30 qum). Alles in Allem ein schöner Trip. Mauro und einige andere meinten sogar, sie würden gern dort wohnen wollen (es gibt einige Häuser aus der Zeit als das noch kein Nationalpark war), weil es so schön sei - woraufhin unser Führer Friar erwiderte, dass wir lediglich dein einen Tag des Jahres erwischt haben, an dem es sonnig ist. Also: Punkt für uns :). Als wir uns kurz weiter übers Wetter unterhielten und ich nach der nächste Woche fragte, erwiderte Friar: "Niemand weiß wie das Wetter in der nächsten Woche in Devon sein wird. Nicht einmal Gott." und damit hat er meinen Spruch der Woche geliefert :).

Arbeitstechnisch ist das eine äußerst kurze Woche: Morgen ist Schule und Freitag ist frei. Was die Planung der freien Tage anbetrifft: die gibt es noch nicht.. es sind ein paar Ideen im Umlauf, aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Zu Ostern wäre ich natürlich sehr gern bei meiner Familie beim Osterfeuer.. sowas wird hier gar nicht gemacht, hat mir heute ein Kollege verraten. Nun denn, wenn ihr in Deutschland bei einem Feuer seid: trinkt für mich ein Bier mit! :)

Viele Grüße,
Kristin